Das Anfühltraining 3

Gegrillte Forelle

Eine Studie besagt, dass die Deutschen am liebsten Fisch in stäbchenform essen, jedes Jahr 30.000 Tonnen. Kinder wachsen mit quadratischen Fischen auf ihren Tellern auf. Damit werden sie schon früh von natürlichen Lebensmitteln entfremdet. Doch unseren Jungs wird es langweilig am Tisch. „Ich will ganzen Fisch, am besten gegrillt!“, sagt Jan.

Endlich ist er nicht mehr dem Köcheln seiner Mutter ausgesetzt, sondern kann selber kochen und entscheiden, was auf den Teller kommt.

In seiner Küche wird gehackt, gewetzt und mit ganzem Körpereinsatz gewendet, ganze Tiere mit Knochen, ganze Fische mit Gräten, ohne viel Gedöns wird aufgetischt. Hauptsache gut gewürzt, ganzer Pfeffer – frisch gemahlen. Ein Mann ein Herd. Nicht irgendeiner, ein Gasherd. Die megascharfen Messer, sein Heiligtum. Schnell muss es gehen, die Spaghettipackung wird auf den Tisch geknallt, sie platzt auf, zack ins heiße Wasser rein. Die Tomaten werden mit dem Messer in sekundenschnelle, haarscharf an den Fingerkuppen vorbei, zerkleinert. No risk, no fun! Nach getaner Arbeit ist gut ruhn – die Küche gleicht einem Abenteuerspielplatz. Aber das ist ja kein Problem, denn morgen wird die Beute in der Natur gegrillt. Selbst geangelte Forelle. Beim Grillen kann Jan seine Urinstikte so richtig gut ausleben. Als Kontrast zu Feuer und Flamme das kalte Getränk – zzzzzzsch.

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About lieselund

Produktdesignerin aus der Designmetropole Aachen

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